Liebe Leserin, lieber Leser!


Angesichts einer Vielzahl jährlich produzierter Bücher ist es in der Tat nicht ganz einfach, der Aufforderung des russischen Aphoristikers Michail Genin (1927 - 2003) zu folgen und nur die speziell lesenswerten Bücher aus der nahezu unüberschaubaren Menge herauszufischen. Aber die professionell geschulten Leseratten des Lesart-Teams haben so viele erfolgreiche Lektürefunde gemacht, dass wir gleich zwei Hefte damit füllen können. Und schon für die vorliegende 89. Ausgabe gilt: Guten Gewissens können wir versichern: Sämtliche vorgestellten Publikationen verdienen gelesen zu werden! Noch eine frohe Botschaft zu Jahresbeginn! Eine Umfrage im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat im Januar mit diesem Ergebnis überrascht: Für ein Drittel der Deutschen gilt die Buchhandlung als bester Ort, einen Partner fürs Leben zu finden! Die besten Liebesgeschichten schreibt also der Buchhandel. Wer Mr. oder Mrs. Right treffen will, sollte sich am besten in der Buchhandlung umschauen. Nur Bar und Kneipe können es annähernd mit der Buchhandlung aufnehmen: Sie bringen es auf 28,6 Prozent. Schwimmbäder und Fitness-Studios sind mit 17,1 und 20,7 Prozent als Kontaktbörsen noch weniger attraktiv als das Internet, Bus/Tram/Zug und Museum (21, 22,3 und 23 Prozent).

Vom »Verband freischaffender Architekten « (VfA) in Bayreuth erhielten wir kürzlich eine Anfrage zur kritischen Lage des Wohnungsbaus in Deutschland. »Was hilft bei mangelndem Wohnungsangebot? «, lautete die Frage. Unsere Kreativabteilung wurde im Archiv bei »Schöner Wohnen« fündig und präsentierte dieses historische Foto aus der Frühzeit des mobilen Wohnens. Vater Karl Schneider und Sohn Ludwig aus dem hessischen Seeheim zeigen stolz ihr selbstgebautes spektakuläres Vierrad-Wohnmobil aus der umweltfreundlichen, abgasfreien C-Klasse. Zugegeben, im Inneren ist der Komfort recht überschaubar, aber zwei gepolsterte Hocker erlauben immerhin ein entspanntes Sitzen in gebückter Haltung. Für zwei Personen können nachts Luftmatratzen in diagonaler Ausrichtung ausgerollt werden. Bedauerlicherweise fand dieses Vorzeigemodell kaum Verbreitung — es lag wohl am fehlenden Wasser- und Wlan-Anschluss. Aber in einem Land, das so viele Heimwerkerläden wie kein anderes Land in Europa besitzt, wäre es doch heutzutage ein Leichtes, derartige wetterfeste mobile Wohneinheiten anzufertigen, meint jedenfalls unsere Forschungsabteilung.


Wir wünschen recht angenehme Frühlingswochen! Die nächste Lesart-Ausgabe erscheint Ende Juni 2016


Dr. Karsten Schröder

Rangsdorf bei Berlin, Mitte März 2016

 

 

 

 


 

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